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Panacur hilft dem Tier

Was ist Panacur?

Panacur ist ein allopathisches Medikament mit dem Wirkstoff Fenbendazol. Dieser ist ein sogenanntes Breitband-Anthelminthikum und wird in der Veterinärmedizin als Mittel gegen Darmparasiten eingesetzt.

Der Wirkstoff bindet sich an ein Protein der Parasitenzelle und stört Synthesevorgänge sowie den intrazellulären Transport. Dies hat zur Folge, dass der Parasit “verhungert“. Panacur wird vornehmlich zur Wurmkur für Katzen und Hunde eingesetzt, wenn diese von folgenden, in reifen Stadien befindlichen Nematoden befallen sind:

  • Spulwürmern
  • Hakenwürmern
  • Bandwürmern

Bei Hunden kann zudem der Befall von Peitschenwürmern und Giardien behandelt werden.

Dosierung

Panacur ist für jede Tierart geeignet, wobei der Wirkstoff Fenbendazol recht langsam wirkt und eine ausreichende Kontaktzeit am Wurm benötigt. Die Dosis beträgt 50 mg pro Kilogramm Körpergewicht und sollte einmal am Tag, drei Tage lang, verabreicht werden.

Panacur wird Tieren gegen Darmparasiten verabreicht

Panacur wird Tieren gegen Darmparasiten verabreicht

Erwachsene Katzen, die von Hakenwürmern und Hunde, die von Giardien befallen wurden, sollten einer Kontrolluntersuchung unterzogen werden. Hier besteht die Gefahr, dass die Abtötung der Parasiten unvollständig war.

Zur Routineentwurmung bei erwachsenen Hunden, beträgt die empfohlene Dosierung 100mg pro Kilogramm Körpergewicht. Bei Spul- und Bandwürmern, werden nur Parasiten in reifen Stadien vom Wirkstoff erfasst. Daher ist eventuell eine Wiederholung der Behandlung nötig.

Darreichungsform

Die Panacur Tabletten sollten eventuell zerkleinert und mit dem Futter verabreicht werden. Bei kleineren Hunden, Hundewelpen und Katzen empfielt es sich, die zerkleinerten Tabletten mit etwas Wasser aufzuschwemmen und dem Futter beizugeben. Gleichzeitige Fütterung von Milchnahrung sollte allerdings vermieden werden.

Nebenwirkungen

Panacur ist äußerst gut verträglich. Selbst eine hohe Überdosierung zeigt selten Symptome, kann im Einzelfall aber Erbrechen oder leichten Durchfall bei Hunden und Katzen zur Folge haben.

Was noch beachtet werden sollte

  • Durch häufige und wiederholte Anwendung von Antiparasitika, können die Parasiten Resistenzen gegen diese Art des Wirkstoffes entwickeln
  • Direkter Hautkontakt sollte vermieden werden
  • Tragenden Hündinnen bis zum 39. Tag, darf Panacur nicht verabreicht werden
  • Tragende Katzen dürfen ebenfalls nicht mit Panacur behandelt werden
  • Vögel dürfen Panacur nicht während des Federwechsels erhalten, da dies zu Störungen des Federwachsums führen kann
  • Panacur darf gegen Parasiten und Giardien beim Menschen nicht eingesetzt werden, da der Wirkstoff Fenbendazol nicht für Humanmedikation zugelassen ist